Donnerstag, 15. Juli 2010

Sommer, Sonne, Sonnenschein - politische Sommerpause und die Zeit für Profilneurotiker

Seit Tagen ist es heiß. Tagsüber erreichen wir im Wahlkreis Temperaturwerte deutlich über 30° C und nachts kühlt es kaum auf unter 20° C ab. Damit wird deutlich: wir haben Sommer. Jeder ist froh, wenn er oder sie nach der getanen Arbeit zu Hause Abkühlung findet. Ob im kühlen Nass (sofern die Heimatgemeinde sich noch ein Freibad leisten kann) oder im eigens dafür gekauften Pool hinter dem Haus.

Der Sommer ist auch die Zeit der parlamentarischen Pause. Die Abgeordneten haben die Möglichkeit mal durchzuatmen und sich von den Strapazen in Berlin zu erholen. Obwohl man an dieser Stelle erwähnen sollte, dass die Regierung und die Regierungskoalition in Berlin eigentlich Nachsitzen müsste – bei der abgelieferten Leistung allemal. Jedenfalls wird es auch im politischen Berlin und in den Medien ruhiger.

Das ist die richtige Zeit für alle politischen Profilneurotiker. Um es kurz zu erklären: das sind die, die in Zeiten dünner Berichterstattung versuchen mit seltsamen Vorschlägen sich in den Vordergrund zu spielen. Zugegebenermaßen hat die Sommerpause gerade erst begonnen und man darf gespannt sein, was so alles gefordert wird. Aber über eines kann man sich sicher sein, es wird was kommen. Wir werden ein Feuerwerk der abstrusen Vorschläge erleben. Bereits gestern hatte ich die aktuelle Diskussion über die homöopathischen Mittel erwähnt. Auch das ist so ein Thema für die parlamentarische Sommerpause.

Jetzt mal überspitzt: Forderungen nach Freibier für alle oder an Tagen mit mehr als 25° C kann die Holzkohle zum Grillen beim kommunalen Bauhof kostenlos abgeholt werden, sind absurd, aber es gibt bestimmt den ein oder anderen, der darüber schon nachgedacht hat. Populär sind die Vorschläge auf jeden Fall. Man darf also gespannt sein. Und damit keine Missverständnisse entstehen: Abgeordnete nutzen die Sommerpause für Wahlkreisarbeit – natürlich fahren wir auch in den Urlaub – aber die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht, dass wir uns weiterhin und mit viel Energie dem Wahlkreis widmen.

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