Nun hat sich die CDU durchgerungen, die Wehrpflicht auszusetzen. Und das obwohl man sich jahrzehntelang als die Partei geriert hat, die mal die Bundeswehr in den Mitte der 1950er Jahren wieder eingeführt und damit auch die Wehrpflicht geschaffen hat.
Die Liberalen wird es freuen. Fordert man doch schon seit Jahren die Überprüfung des Dienstes. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht wird auch der Zivildienst verloren gehen. Auch das wird unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen, waren die Zivildienstleistenden doch eine wichtige Stütze in vielen Bereichen.
Auch wenn dies nicht unbedingt der Meinung meiner Partei entspricht, so habe ich durchaus eine differenzierte Auffassung zu diesem Thema. Aus meiner Sicht sollten alle jungen Menschen einen sozialen Dienst verrichten.
Das hätte unterschiedliche Vorteile. Zum einen fördert man bei den jungen Menschen die Sensibilität für die gesellschaftlichen Probleme, die wir unbestreitbar in einer alternden Gesellschaft haben. Und diese Probleme werden sich deutlich verschärfen.
Zum anderen schafft man durch einen solchen Dienst auch eine Identifikation mit der Gesellschaft. Sich für die Gesellschaft einzusetzen und auch Gutes zu vollbringen hat auch eine bindende Wirkung für uns.
Ich gebe zu: es ist ein riskanter Vorschlag, der sicherlich auch einer intensiven Debatte und vor allem einer konkreten Ausarbeitung bedarf.
Nachdem nun aber die Koalitionsfraktion dem Guttenberg’schen Wehrkonzept zustimmen wird, müssen wir uns die Frage stellen, wie es ohne die Zivildienstleistenden weitergehen soll.
Die Bundeswehr an sich werde ich ein andermal als Thema nehmen.
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